FREI-RÄUME

Erinnern Sie sich?
An die Tage und Abende damals, in Ihrer Jugend? An die Plätze an denen Sie ünzählige Stunden verbracht haben, manchmal alleine, oft mit Freund:innen?
Erinnern Sie sich?
An die Orte an denen Sie das Gefühl hatten, hin zu gehören? Mit denen Sie intensive Erinnerungen verbindenund vielleicht das ein oder andere Abenteuer verbinden?

Diesen Orten haftet in den Erinnerungen etwas magisches an, Sie waren Bühnen großer Gefühle und prägender Erlebnisse. Ein Stück weit ist das noch zu spüren, wenn dies Orte Jahre später wieder aufgesucht werden. Als schöne Erinnerung, als Wehmut oder vielleicht als Erleichterung, dass die verwirrende Zeit der Pubertät vorbei ist.

In der Pubertät verändert sich alles. Körper, Psyche gesellschaftliche Rolle… kaum ein Stein bleibt auf dem anderen. Selbst die Synapsen des Gehirns verbinden sich auf neue Weise. Schritt für Schritt entsteht in dieser Zeit die Identität von jungen Menschen und geht fließend ins Erwachsensein über.

„ein Platz“ -> „mein Platz“
Auf diesem Weg spielt Aneignung von Räumen eine große Rolle. Mit Aneignung ist gemeint, einen Platz zu „meinen Platz“ zu machen. Also eine Betziehung zu bestimmten Orten aufzubauen und sie auf eine Art und Weise zu nutzen, die diese Beziehung sichtbar werden lässt.
Das reicht vom Sitzen auf der Banklehne, über das Abspielen eigener Musik, hin zum Beschriften („taggen“) von eigenen Gegenständen. Durch diese Veränderung machen sich junge Menschen Plätze zu eigen und erfahren dabei ein Stück Selbstwirksamkeit. Sie machen die Erfahrung, dass es nicht egal ist ob sie da sind oder nicht.
Aneignung ist verbunden mit der sichtbaren und hörbaren Botschaft „wir sind hier“… und ein wenig leiser folgt „…und wir sichen nach unserem Platz in der Welt.“. Als mobile Jugendarbeit nehmen wir diese doppelte Botschaft wahr und ünterstützen Jugendliche im Prozess der Identitätsentwichlung.
Einerseits, indem wir bei der Aneignung des öffentlichen Raums unterstützen. Etwa wenn beim Spray Day die Grafitty Wände neu gestaltet werden oder wenn im Rahmen von Parkourtraining die Stadt zum Abenteuerspielplatz wird. Eine weitere Aktion ist die Teilnahme an der Flurreinigung, um mit Jugendlichen gemeinsam Müll zu sammeln. Sie können damit einen sichtbaren Unterschied an „ihren Orten“ machen und ein Stück Selbstwirksamkeit erfahren.
Andererseits. indem wir sie direkt an den Orten aufsuchen, an denen sie ihre Freizeit verbringen. Dort treten wir als „Gäste im öffentlichen Raum“ in Kontakt mit ihnen und bauen schrittweise Vertrauen und Beziehung auf. Beziehung ist die Grundlage um Jugendliche sowohl bei der Verwirklichung ihrer Wünsche, als auch bei der Bewältigung von Problemen zu unterstützen.

Gestaltbare „freie Räume“ zu bieten, efordert auch politischen Mut auf die Bedürfnisse junger Menschen einzugehen. Die Stadt Schwechat macht diesen Schritt in Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit und bindet Jugendliche aktiv in die Neugestaltung von Jugendplätzen ein.

Jugendarbeit
Schwechat
Wann?
Mo., Di., Mi.: 15 -19 Uhr
Fr.: 16 – 20 Uhr
Sa. 2x im Monat 15 – 19 Uhr
Wo? Wienerstraße 37, 2320 Schwechat
Insta: jugendarbeit_schwechat